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Wasserkraftwerk – Rechenschieber – Zeppelin – Dampfschiff

Das erste Bild, ein Ausschnitt aus einer zeitgenössischen Ansichtskarte aus den 1910er Jahren, zeigt einen Teil des Maschinenhauses des Wasserkraftwerkes der Talssperre bei Marklissa am Queis in der ehemaligen Provinz Schlesien. Der Bau wurde nach dem verheerenden Hochwasser der Flüsse Bober und Queis von 1897 beschlossen. Prof. Dr.-Ing. Otto Intze von der Technischen Hochschule Aachen – seinerzeit die Koryphäe im Talsperrenbau schlechthin – erstellte den Entwurf. Baubeginn war im Herbst 1901; im Frühjahr 1905 war der Bau der Talsperre abgeschlossen. Der Bau des Elektrizitätswerkes begann  im Herbst 1906 und war nach zwei Jahren im Herbst 1908 beendet. Die Turbinenanlage wurde von der württembergischen Maschinenfabrik J. M. Voith Heidenheim gebaut. Zu diesem Unternehmen und seinen Turbinen finden sich auch Informationen in dem Buch »Der Turbinenrechenschieber System Ing. Holl« (zurück).

Das zweite Bild zeigt eine besondere Ausführung eines analogen Recheninstrumentes, einen so genannten Maschinenzeit-Rechenschieber,  aus den 1920er Jahren. Mit solchen bis in Mitte des 20. Jahrhunderts verbreiteten Rechenschiebern konnten für die Arbeit an Werkzeugmaschinen Fertigungsparameter wie Bearbeitungszeiten, Drehzahlen und Vorschübe berechnet werden (zurück).

Das dritte Bild, eine zeitgenössische Ansichtskarte von etwa 1910, zeigt oben ein so genanntes Prall-Luftschiff, nach seinem Konstrukteur Ferdinand Graf von Zeppelin umgangssprachlich »Zeppelin« genannt. Solche Zeppeline wurden von dem Unternehmen Luftschiffbau Zeppelin GmbH (LZ) in Friedrichshafen am Bodensee von 1899 bis 1938 gebaut. Bei dem auf der Ansichtskarte abgebildeten Exemplar handelt es sich wohl um das Luftschiff LZ 3. Das Schiff unter dem Zeppelin ist ein Schaufelraddampder, zur damaligen Zeit und bis Mitte des 20. Jahrhunderts auf dem Bodensee der typische »Salondampfer« (zurück).